Windecks Energiezukunft gestalten

SPD setzt auf eine strategische Gesamtplanung für Strom und Wärme

Die SPD-Fraktion hat einen Antrag (Link) eingebracht, der das Einholen von Angeboten für ein integriertes Energiekonzept vorsieht. Wir sind überzeugt, dass Windeck jetzt die Weichen stellen muss, um die Energie- und Wärmewende strukturiert, sozial ausgewogen und wirtschaftlich sinnvoll umzusetzen. Die kommunale Wärmeplanung zeigt deutlich, wie groß der Handlungsbedarf ist: 79% der Gebäude in Windeck werden heute noch mit fossilen Energieträgern beheizt. Gleichzeitig macht der Bericht klar, dass Windeck mit seinen 66 Ortschaften differenzierte Lösungen braucht – ein einheitliches System für das gesamte Gemeindegebiet ist nicht möglich.

Für Thomas Woopen ist klar: „Die Wärmeplanung ist ein wichtiger erster Schritt, aber sie ersetzt kein umfassendes Energiekonzept. Ein solches Konzept muss Strom, Wärme, Speicher, lokale Erzeugung, Netze und mögliche Betreibermodelle gemeinsam betrachten. Nur so entsteht ein Gesamtbild, das Orientierung gibt und Investitionen sinnvoll priorisiert.“

Die SPD hat dafür einen eigenen strategischen Rahmen entwickelt, der in drei Stufen denkt: kurzfristig mit vorhandenen Potenzialen arbeiten, mittelfristig lokale Energieerzeugung ausbauen und langfristig Windeck zu einem regionalen Energielieferanten entwickeln. Dazu gehören unter anderem die Einbindung privater PV-Anlagen, die Sieg als Energiequelle, Windenergie, erster Nahwärmenetze, dezentrale Großwärmepumpen sowie die Bewertung eines erneuerbaren KWK-Systems.

Ein Energiekonzept ist aus Sicht von Hendrik Lück aber nicht nur ein technisches Projekt – es ist auch ein wirtschaftliches. „Viele Kommunen zeigen, dass Energiepolitik längst Finanzpolitik ist. Beispiele wie Wolfhagen, Saerbeck, die Ahrtalwerke oder das energieautarke Feldheim belegen, dass Einnahmen aus erneuerbaren Energien Haushalte stabilisieren und neue Handlungsspielräume schaffen können.“ Wir sind überzeugt, dass auch Windeck solche Chancen hat. Damit Verwaltung, Unternehmen und Bürgerschaft gemeinsam handeln, fordern wir ein verbindliches Beteiligungskonzept mit Informationsveranstaltungen, Einbindung lokaler Initiativen und digitalen Formaten.

Für uns ist klar: Ein Energiekonzept schafft Versorgungssicherheit, ermöglicht langfristig stabile Verbraucherkosten, stärkt die Rolle der Windeck Energie GmbH und eröffnet neue wirtschaftliche Perspektiven für die Gemeinde. Aus zahlreichen Gesprächen mit Bürgern und ersten möglichen Investoren, wissen wir, dass an einem nachhaltigen Energiekonzept für Windeck sehr großes Interesse besteht. Auch politisch glauben wir für einen solchen, wirtschaftlich vielversprechenden Ansatz Mehrheiten mit den anderen Ratsparteien schaffen zu können. Das Einholen von Angeboten ist dabei der notwendige erste Schritt, um die Ergebnisse der Wärmeplanung in eine umsetzbare Gesamtstrategie zu überführen und die finanzielle Planung der kommenden Jahre vorzubereiten.

SPD – Weil es um Windeck geht