Windeck droht eine doppelte Belastung

SPD Windeck fordert klare Abstimmung zwischen Bahn und Straßen.NRW

Die jüngste Berichterstattung über die langanhaltende Sperrung des Autobahnknotens A3/A560 hat erneut gezeigt, wie empfindlich die Verkehrsinfrastruktur im östlichen Rhein‑Sieg‑Kreis ist. Gleichzeitig plant die Deutsche Bahn ab Dezember 2026 eine monatelange Sperrung der Siegstrecke – eine Überschneidung, die ohne abgestimmte Planung zu erheblichen Einschränkungen für die Menschen in Windeck führen kann.

Bereits in der Ratssitzung vom 16.12.2025 hatte Thomas Woopen für die SPD kritisch hinterfragt, ob die Bahn mögliche parallele Großbaustellen auf den Straßen in ihre Zeitplanung einbezieht. Die Antwort lautete damals, dies sei „komplex, aber angestrebt“. Die nun bekannten Fakten sprechen jedoch eine andere Sprache: Die Verbindung von der A3 auf die A560 Richtung Hennef – eine der wichtigsten Routen für Pendlerinnen und Pendler – bleibt bis mindestens April 2027 gesperrt. Damit überlappen sich zwei zentrale Verkehrsbehinderungen über mehrere Monate.

Für Windeck bedeutet das eine absehbare Doppelbelastung. Wer auf die Bahn angewiesen ist, findet eine gesperrte Strecke vor. Wer auf das Auto ausweichen muss, trifft auf eine massiv eingeschränkte Autobahnverbindung. Diese Situation gefährdet nicht nur die Mobilität von Berufspendlern, sondern belastet auch Rettungsdienste, Gewerbetreibende und Familien, die auf verlässliche Wege angewiesen sind. Die Risiken reichen von überfüllten Ortsdurchfahrten bis hin zu deutlich verlängerten Einsatzzeiten im Notfall.

Wir fordern daher, dass die Verwaltung unverzüglich das Gespräch mit DB Netz, go.Rheinland und Straßen.NRWsucht. Es braucht eine klare Abstimmung der Bauzeiten, eine transparente Kommunikation gegenüber der Bevölkerung und die Prüfung, ob eine zeitliche Entzerrung möglich ist. Windeck darf nicht zum Leidtragenden unkoordinierter Infrastrukturmaßnahmen werden – dafür setzen wir uns ein.

SPD – Weil es um Windeck geht