SPD-Windeck informiert

SPD- Windeck fordert durchgängige Radewegeverbindung von Stromberg bis Au!

Im Kreistag des Kreises Altenkirchen wurde nach vorliegender Presseinformation vor Weihnachten folgender Beschluss gefasst:

Förderprogramm ermöglicht Fahrradbrücke über die Sieg                                        Gute Nachrichten gibt es in der Folge der Abstimmung für alle Radfahrer, und zwar nicht nur für die in der Region: Der lange ersehnte Lückenschluss des Siegradweges bei Etzbach rückt näher. Als Teil der Deutschlandroute D4, der sogenannten Mittellandroute, hat der Siegradweg als einer von zwölf Fernradwanderwegen überregionale Bedeutung, reicht diese Route doch von Aachen bis Görlitz. Der Lückenschluss durch den Bau einer festen Brücke ist nun möglich durch das Förderprogramm „Innovative Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.               (Bericht Rheinzeitung vom 23.12.2020)

Die Umsetzung ist offensichtlich auf dem Gebiet des Kreises Altenkirchen möglich!

Warum nicht im Rhein-Sieg Kreis?

Für Windeck bedeutet dieser Beschluss, dass schnellstens die Planung des Radweges von Rosbach nach Au umgesetzt werden muss, damit eine Anbindung des Siegradweges an den Radweg in Richtung Etzbach-Wissen nicht verpasst wird. Der Siegradweg wird z.Zt. vom Kreisplanungsamt des Rhein-Sieg-Kreises entlang der B256 von Rosbach nach Au geplant. Diese Fahrradroute entlang der stark befahrenen Bundesstraße ist sicherlich touristisch nicht sehr attraktiv. Die SPD-Fraktion hat mehrmals darauf hingewiesen, dass es auch eine touristisch attraktive und kostengünstigere Möglichkeit gibt, den Radweg von Rosbach nach Au teilweise über das Gemeindegebiet Hamm zu führen. Diese Alternative wurde aber vom Planungsamt des Kreises als nicht umsetzbar bezeichnet. Eine umsetzbare, geschlossene Planung des Radwegs von Rosbach nach Au liegt bis zum heutigen Tage dem Rat der Gemeinde nicht vor. Schwierigkeiten beim Ankauf von benötigten Flächen einiger Anwohner, sowie Eingaben des BUND konnten in der Vorplanung, nach unserem Kenntnisstand, nicht ausgeräumt werden. Es ist nun an der Zeit, zu reagieren.

Mit dem zu erwartenden Bau der Fahrradbrücke in Etzbach ergeben sich weitere Möglichkeiten einer attraktiven Radwegeverbindung zwischen den beiden Gemeinden Hamm und Windeck. Eine interkommunale, Länder übergreifende Zusammenarbeit ist angebracht. Dabei ist in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Bahnhofs in Au für den Tourismus – hier insbesondere der immer beliebter werdende Radtourismus –   nochmals hervorzuheben. Eine attraktive Gestaltung des Bahnhofs und die Anpassung an den zeitgemäßen Nahverkehr seines Umfeldes (Parkplätze und E-Ladestationen für PKW und Fahrrad) ist überfällig. Hier muss ebenfalls eine gemeinschaftliche Vorgehensweise beider Gemeinden angestrebt werden.

Für die SPD-Fraktion ist es höchste Zeit, dass den Windecker Bürgerinnen und Bürgern Perspektiven einer geschlossenen Radewegeverbindung zwischen Stromberg und Auaufgezeigt werden. Für eine touristische Erschließung des Windecker Gemeindegebietes ist diese Radwegeverbindung unverzichtbar. Wenn hier nichts geschieht, dann braucht man auch nicht über eine weitere touristische Erschließung des Windecker Ländchen zu diskutieren. Touristen fahren nun mal nur dahin, wo Pensionen, Hotels, Wanderwege und Radwege in einem geschlossenen Konzept integriert sind.

Es ist ein haltloser Zustand, dass man offensichtlich von der Kreisverwaltung in Siegburg die abgelehnte Fahrradbrücke zwischen Schladern und Dreisel hinnimmt, ohne schnellstens nach geeigneten Varianten zu suchen und diese entscheidungsreif zu beplanen. Warum bittet der Kreis nicht die NRW-Landesregierung um Mithilfe bei der Umsetzung dieser Radwegeverbindung? Die Landesregierung propagiert doch in ihren Stellungnahmen den Bau von Radwegen medienwirksam. Millionenschwere Förderprogramme wurden beschlossen. Ein durchgängiger Radweg entlang der Sieg bis zur Landesgrenze hat offensichtlich keine Fürsprecher in Siegburg oder Düsseldorf. Durch den Bau der Fahrradbrücke in Etzbach wird nun die Möglichkeit einer sinnvollen Weiterführung des Radweges über die Landesgrenze hinaus geschaffen. Wir sollten alle gesellschaftlichen und politischen Ressourcen nutzen, um diese Chance wahrzunehmen.

Die SPD-Fraktion fordert Rat und Verwaltung auf, sich gemeinschaftlich für diese Ziele einzusetzen und die Umsetzung konsequent und notfalls auch unbequem bei der Kreisverwaltung einzufordern. Auch wird es bei der Umsetzung dieser Ziele helfen, wenn die im Rat vertretenen Parteien ihre eigenen politischen Gremien im Kreistag und im Landtag für diese Dringlichkeit sensibilisieren.

Dirk Bube SPD-Fraktionsvorsitzender

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