Antrag auf Ausbau des Park-and-ride-Parkplatzes des Bahnhofs Herchen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

im Einvernehmen mit der SPD-Ratsfraktion Windeck beantrage ich hiermit, die Verwaltung zu beauftragen, sich für

den Ausbau der Parkmöglichkeiten am Bahnhof Herchen einzusetzen und Fördermöglichkeiten mit dem Nahverkehr Rheinland abzuklären.

Begründung:

Die Parkplatzsituation am Bahnhof Herchen ist angespannt. In der Zeit zwischen 08:00 Uhr und 17:00 Uhr ist es für Pendler zum Teil unmöglich einen Parkplatz zu finden. Viele nehmen deshalb direkt den weiteren Weg zu unseren Nachbarn in Eitorf in Kauf, doch auch dort sind die möglichen Stellplätze begrenzt. Die geplante Erweiterung der Line S 19 bis Herchen wird auch zu einem weiteren Bedarf an Stellplätzen beitragen.

Der Weg von Zuhause bis an die Bahn sollte im Interesse der Umwelt und einer zukunftsorientierten Gestaltung unserer Gemeinde möglichst kurz sein. Um unseren Bürgern und Gästen ganztägig den Umstieg von Auto auf Schiene zu ermöglichen und damit die Erweiterung der Linie S 19 neben einer Entlastung des bestehenden Linienverkehres auch ein weiterer Anreiz für Pendler sein kann, ist ein Ausbau der Parkfläche dringend erforderlich.

Als mögliche Flächen sind die ca. 4850 m² großen Flächen des Landes NRW und der Gemeinde an der Straße zum Siegwinkel in Betracht zu ziehen. Eine Zuwegung könnte über Gleis 2 erfolgen. Diese Flächen bieten den Vorteil, dass aus Richtung Werfen kommende Bahnreisende nicht durch die Ortschaft Herchen Bahnhof fahren müssen. Dies kann gerade zu den Stoßzeiten der Pendler, in welchen auch die Schüler zum Gymnasium und zur Gesamtschule anreisen, zu einer Verringerung des Verkehrsaufkommens und somit zur Gefahrenreduzierung beitragen. Des Weiteren wäre es so auch für Fußgänger, die vom Siegweg oder aus Richtung Werfen kommen, sicherer und schneller möglich die Bahn zu erreichen. Außerdem stehen diese Flächen in öffentlichem Eigentum, 2740 m² davon sogar im Eigentum der Gemeinde. Dies kann die Maßnahme ggf. kostengünstiger gestalten.

Als Alternative dazu kommen die Flächen entlang der L 333 unterhalb des neuen Teiles des bestehenden Parkplatzes in Betracht. Diese insgesamt ca. 6100 m² großen Flächen könnten über ein Treppe oder einen Weg an den vorhandenen Parkplatz angeschlossen werden. Die unmittelbar an den Parkplatz angrenzende Fläche von ca. 3100 m² steht in Privateigentum. Die dahinter liegende Fläche von ca. 3000 m² steht im Eigentum der Bahn. Gespräche mit den jeweiligen Eigentümern sind entsprechend notwendig.

Zu bedenken ist, dass alle in Frage kommenden Flächen im Landschaftsschutzgebiet liegen und somit die entsprechenden Behörden zwecks Genehmigungen einzubeziehen sind.

Hinsichtlich der Finanzierung ist eine Absprache mit dem Nahverkehr Rheinland bezüglich Fördermöglichkeiten – wie im Rahmen der Parkpalette in Schladern – zu führen.

Gleich welche Möglichkeit davon zu realisieren ist, Handlungsbedarf ist an dieser Stelle geboten.

Mit freundlichen Grüßen

Mirko Aberfeld

für die SPD- Fraktion Windeck

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