Antrag: Sanierung gemeindliche Gebäude

Durchführung von Sanierungsmaßnahmen an den gemeindlichen Gebäuden, insbesondere an Schulen.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Funke,

bei der letzten Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses am 01.12.2011 hatten die Ausschussmitglieder die Gelegenheit den desolaten Zustand der Heizungsanlage der Grundschule Leuscheid in Augenschein zu nehmen.

Insbesondere Verrohrung und Kesselanlage müssen zeitnah ausgetauscht werden.

Betrachtet man nun im vorliegenden Fall den kompletten Gebäudekomplex von der energetischen Seite, so fallen erhebliche Defizite bei Fenstern, Türen, Außenfassade und Dach ins Auge.

Vor diesem Hintergrund ist es wenig sinnvoll zunächst die Heizungsanlage zu erneuern, da Heizungsanlage und Rohrleitungen nach energetischer Komplett-Sanierung wesentlich kleiner dimensioniert werden können und somit auch die zukünftigen Heizkosten erheblich niedriger liegen würden.

Da sich die übrigen gemeindlichen Gebäude überwiegend in einem ähnlich schlechten Zustand befinden, sollten auch diese in die Überlegungen einbezogen werden.

Wir beantragen daher:
Die Verwaltung soll möglichst zeitnah eine Liste über den energetischen Zustand der gemeindlichen Gebäude und den Zustand der Heizungsanlagen, vordringlich bei Schulen und Kindergärten, erstellen. Hier würde im ersten Schritt eine Grobanalyse ausreichend sein.

Sollte die Verwaltung nicht über die notwendigen Ressourcen verfügen, so sollte ein externes Gutachten beauftragt werden. Hierbei sollte auch die mögliche Energieeinsparung für die Zukunft abgeschätzt werden.

Auf der Basis dieser Liste sollte dann die Liste nach Zustand priorisiert werden und ein Sanierungskonzept mit verbindlicher Bereitstellung der erforderlichen Mittel verteilt auf die folgenden Jahre erstellt werden. Vordringlich soll dann die energetische Sanierung der Grundschule in Leuscheid durchgeführt werden.

Bzgl. der Finanzierung sollte mit der Kommunalaufsicht geprüft werden, ob Darlehen aufgenommen werden können, die langfristig durch einen Anteil der Schulpauschale getilgt werden können.

Die Zinslast wird dabei durch die erheblichen Energieeinsparungen mehr als ausgeglichen.

In diesem Zusammenhang sollte geprüft werden, ob das Förderprogramm Nr. 218 der KFW (siehe Anlagen und im Internet: www.kfw.de/kommunal-sanieren) in Anspruch genommen werden kann, bei dem energetische Maßnahmen für Gebäude, die vor dem 01.01.1995 fertiggestellt wurden, bis zu 100% finanziert werden, wobei der Zinssatz aufgrund der Förderung durch Bundesmittel ab 0,2 % effektiv / Jahr beträgt bei einer Zinsbindung von 10 Jahren.

Insbesondere vor dem Hintergrund des aktuell angestoßenen Klimaschutzkonzeptes und der Energiesparverordnung sehen wir in der von uns vorgeschlagenen Vorgehensweise die Möglichkeit mittelfristig die gemeindlichen Gebäude energetisch auf einen aktuellen Stand zu bringen und durch die erhebliche Energie- und somit C02-Einsparung eine Vorbildfunktion einzunehmen.

Ferner wird der Haushalt durch die zu erwartenden erheblichen Einsparungen bei Energie- und Reparaturkosten mittelfristig erheblich entlastet.

 

Mit freundlichen Grüßen

Günter Schuhen / Lothar Peukert

 

Anlagen:

 

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